SPD Aschau am Inn

Maier und Spirkl für die SPD

Veröffentlicht am 21.01.2018 in Unterbezirk

Ludwig Spirkl © OVB

Am Donnerstagabend hat die SPD ihre Direktkandidaten für den Wahlkreis Mühldorf bei der Landtags- und der Bezirkstagswahl bestimmt: Für das Maximilianeum bewirbt sich der 24-jährige Kilian Maier, für den Bezirkstag der Neumarkter Stadt- und Kreisrat Ludwig Spirkl.

Waldkraiburg– In den Grußworten der Stimmkreiskonferenz war viel die Rede vom Sondierungspapier, das in Berlin zwischen der SPD und den Unionsparteien ausgehandelt worden war. Derzeit diskutieren die Sozialdemokraten im ganzen Land, ob ihre Partei Koalitionsverhandlungen aufnehmen soll. Die Kür der Kandidaten für den Landtag und den Bezirkstag rückten dennoch nicht in den Hintergrund.

Kilian Maier, der sich zuerst vorstellte, bekam von seiner Partei am Ende sehr lange Applaus, die Sozialdemokraten standen sogar von ihren Plätzen auf, es gab anerkennende Pfiffe. Der 24-Jährige stammt aus Mehring im Nachbarlandkreis Altötting, ist dort Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirks Altötting, stellvertretender Juso-Vorsitzender im Nachbarlandkreis, aber auch im Bezirk Oberbayern. Angelika Kölbl, Vorsitzende des Unterbezirks Mühldorf, hatte eingangs erwähnt, dass Maier sehr dabei geholfen hatte, in Mühldorf die Gründung einer Juso-Arbeitsgruppe voranzutreiben.

Kilian Maier outete sich als Musik-Fan; er höre gerne Klassiker wie AC/DC oder die Rolling Stones. „Das sind Hits, die noch heute gespielt werden“, sagte er, um sofort den Bezug zur SPD herzustellen. „Unsere Inhalte sind seit Jahrzehnten Hits!“ Maier sagte seine duale Ausbildung habe ihn besonders für die Probleme junger Leute sensibilisiert: Nach abgeschlossener Ausbildung bekämen sie häufig nur befristete Verträge. Kritik übte er auch daran, dass eine Meisterausbildung nach wie vor Geld koste, ein Studium dagegen nicht. Schwerpunkte legte er in seiner Rede auch auf Leiharbeit und die Tatsache, dass Menschen öfter Zweit- und gar Drittjobs benötigten, um über die Runden zu kommen. Aus seiner Sicht müsse sich der Freistaat mehr im Wohnungsbau engagieren, damit Wohnraum bezahlbar bleibe. Außerdem forderte er gute Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Land und Verbesserungen im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr, gerade auch für Auszubildende. Am Ende bekam Maier begeisterten Applaus und wurde mit 100 Prozent Zustimmung als Kandidat gekürt.

Dieses Traumergebnis konnte auch Ludwig Spirkl für sich verbuchen. Der Neumarkter Stadtrat und Kreisrat hatte zu Beginn seiner Vorstellungsrede Kilian Maier zur Rede gratuliert, gescherzt, er müsse nun einiges nicht mehr ansprechen, weil er derselben Meinung sei.

Spirkl, der als Pflegedienstleiter im kbo-Inn-Salzach-Klinikum arbeitet, sprach viel über das Thema Pflege. Er merkte auch kritisch an, dass das Budget des Bezirks von Oberbayern nicht ständig weiter ansteigen könnte.

Außerdem wurden die Delegierten bestimmt, die für den Unterbezirk Mühldorf auf Landesebene über die Lis te für die Landtagswahl abstimmen.

Nachdem ein formaler Fehler bei der Wahl entdeckt worden war – die Partei schreibt vor, dass bei mehr als einem zu bestimmenden Delegierten mindestens eine Frau dabei sein muss – wurde ein zweites Mal gewählt.

Den Unterbezirk Mühldorf vertreten der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch und die Unterbezirksvorsitzende Angelika Kölbl.

 

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